Wirtschaft & Arbeit

Konstante Raten mit Annuitäten-Darlehen

Taucht man in die Welt der Finanzen ein, hat man es schon mal mit Begriffen zu tun, die nicht eben geläufig sind. Plant man eine Finanzierung, existieren ganz unterschiedliche Darlehensformen. Bei der Immobilienfinanzierung kann man sich zum Beispiel eines Annuitätendarlehens bedienen. Die Annuität bedeutet hierbei die Zusammensetzung der Tilgungsrate, bestehend aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit sinkt der Zinsanteil kontinuierlich, der Anteil der Tilgung erhöht sich entsprechend.
Vorteile der Annuität sind konstante Raten und die Sicherheit der festgeschriebenen Zinsen über einen gewissen Zeitraum von beispielsweise fünf oder fünfzehn Jahren. Auch Förderbanken wie die KfW-Bank können sich mit Finanzierungsmitteln an Vorhaben beteiligen. Bei dieser Form der Finanzierung ist ist es möglich, die Tilgungshöhe flexibel zu gestalten. Der Darlehensnehmer hat also die Möglichkeit, die Belastung zu Beginn der Tilgung gering zu halten. Die monatlichen Raten würden also zunächst niedriger ausfallen. Nebenbei erwähnt: Frei übersetzt bedeutet der Begriff Annuität, der dem Lateinischen entstammt, “Jahr”. Häufig liest man die Buchstaben p.a., die in der Finanzwelt als Abkürzung für “per annum” stehen. Möchte jemand beispielsweise seine Immobilie selber nutzen und dabei kein Risiko bezüglich der Zinslast eingehen, könnte sich bei der Baufinanzierung ein Annuitätendarlehen anbieten. Da sich die Restschuld durch jede geleistete Tilgungsrate verringert, werden entsprechend auch die Zinsen weniger. Nun ist es aber nicht so, dass man Zinsen spart und diese praktisch einbehalten kann, vielmehr ist der Tilgungsanteil bei der nächsten Zahlung höher. Somit besteht die Annuität aus dem ständigen Ausgleich von Zins und Tilgungsanteil. Die Höhe der Gesamtrate ist letztendlich während der Laufzeit gleichbleibend.
Ist man sich bei der Wahl der Finanzierung unsicher, empfiehlt sich immer eine Beratung. Entweder beim Bankinstitut vor Ort oder über Vergleichsportale im Internet. Denn nicht nur über Zinsbindung, Tilgungsanteil oder Laufzeiten sollte man sich informieren, sondern auch über Sonderkonditionen, Gebühren usw. Zum Beispiel, was geschieht, wenn man seinen Ratenverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann? Was passiert nach der vereinbarten Zinsfestschreibung?

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