Wirtschaft & Arbeit

haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft

Die neue haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft wird mit der GmbH Reform eingeführt und stellt eine Unterform der bisherigen GmbH dar. Die UG kann ohne Erbringung einer Mindesteinlage gegründet werden und benötigt auch sonst nur sehr geringes Startkapital. Für die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist eine grundlegende Vereinfachung der Gründungsvoraussetzung vorgesehen und damit verbunden auch einer erhebliche Kostensenkung während des Gründungsprozesses. Vorrangiges Ziel dieser Maßnahmen und der Einführung der Mini GmbH ist der Ausgleich der Wettbewerbsnachteile der klassischen GmbH gegenüber der englischen Limited.

Neu für die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist vor allem die Pflicht zur Rücklagenbildung. Diese sieht vor, dass die ein Euro GmbH ( 1 Euro GmbH ) ihre Gewinne nicht voll ausschütten darf, sondern ein Viertel davon jährlich als Rücklage ansparen muss. Ist dann die Summe der Mindestkapitaleinlage der klassischen GmbH erreicht, kann die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft in die normale GmbH umgewandelt werden. So kann der Gesetzgeber auch den Gläubigerschutz gewährleisten und die Seriosität der Euro GmbH ist gesichert.

Musterprotokolle, die unter anderem eine Mustersatzung und Gesellschafterverträge enthalten, sorgen bei der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft für geringe Notargebühren. Auch bei der Eintragung der UG ins Handelsregister wird es eine wesentliche Vereinfachung des Verfahrens geben, so dass dieses kostengünstiger und schneller ablaufen kann. Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft stellt somit für Gründer und Unternehmer eine echte Alternative zur englischen Limited dar.

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