Versicherung & Finanzen

Welche Anlageformen werden als Riester Rente gefördert?

Gefördert werden nur Verträge mit Zertifikat der Versicherungsaufsicht.
Die Riester Rente unterliegt einer Zertifizierung, die prinzipiell für alle Finanzprodukte möglich ist, die gewisse Kriterien erfüllen.

Folgende Anlageformen kommen in den Genuss einer Förderung:

  • private Rentenversicherungen
  • spezielle Investmentfonds
  • spezielle Banksparpläne
  • einige Formen betrieblicher Altersversorgung (Direktversiche­rung, Pensionsfonds, Pensionskasse)
  • selbst genutztes Wohneigentum

nicht gefördert werden:

  • normale Investmentfonds
  • herkömmliche fondsgebundene Versicherungen
  • einige Formen betrieblicher Altersversorgung ( Unterstützungskasse , Pensionszusage )
  • Kapitallebensversicherungen

Während Ein- und Auszahlphase werden an die Finanzprodukte mehrere Anforderungen gestellt.

Für die Phase der Einzahlung gilt:

  • Es muss eine laufende Beitragszahlung vereinbart werden; auch ein­ malige Sonderzahlungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld) sind er­ laubt.
  • Mindestens die eingezahlten Beiträge müssen am Ende auch ausge­ zahlt werden.
  • Ein jährlicher Kontoauszug soll über den Vermögensstand einschließ­ lich Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten informieren.
  • Abschlussprovisionen für den Vermittler dürfen nicht sofort voll aus­ bezahlt, sondern müssen auf mindestens zehn Jahre verteilt werden.
  • Ein vierteljährlicher Wechsel innerhalb der geförderten Produkte ist mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten erlaubt.
  • Die geförderte Privatvorsorge darf nicht beliehen werden.

Erlaubt sind alle Kapitalanlagen, die von der Zertifizierungsstelle als förderfähig eingestuft werden.

Für die Phase der Auszahlung gilt:

  • Das Geld darf frühestens ab dem 60. Geburtstag bzw. bei einer Erwerbsminderung (falls mitversichert) oder im Todesfall für die Wit­we (falls mitversichert) fließen.
  • Zu Beginn der Auszahlung (Rentenbeginn) muss mindestens das eingezahlte Kapital zur Verfügung stehen (garantierte 1Vlindestab­ laufleistung).
  • Auszahlpläne müssen zu gleich bleibenden oder steigenden monat­ lichen Auszahlungen führen.
  • Ein Anteil des zu Auszahlungsbeginn vorhandenen Kapitals muss bereits zu Beginn der Auszahlungsphase in eine private Rentenver­ sicherung eingebracht werden, die ab 85 eine konstante oder wach­ sende Leibrente gewährt. Deren erste monatliche Rate muss mindes­tens so hoch sein wie die letzte monatliche Auszahlung aus dem Auszahlungsplan vor 85.
  • Bis dahin besteht die Wahl zwischen einem Auszahlplan mit gleich hohen oder steigenden monatlichen Auszahlungen – bei Fonds ist eine einmalige Auszahlung bis 20 Prozent erlaubt – sowie einer pri­vaten Rentenversicherung.
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