Versicherung & Finanzen

Ratenkredite: Was muss man vor Abschluss beachten?

Vorzugsweise Privatkunden kommen bei den Banken in den Genuss eines Ratenkredites. Bezeichnungen wie Konsumentenkredit treffen denselben Hintergrund.

Bestimmte Sicherheiten werden nicht verlangt, eine Lohn- oder Gehaltsabtretung ist ausreichend. Ratenkredite, auch Blankodarlehen genannt, werden gerne bei Autokäufen oder beim Kauf von Elektroartikeln abgeschlossen.

Ein Ratenkredit beinhaltet die Rückzahlungsweise der monatlichen Beträge schon in der Bezeichnung. Zuvor festgelegte Summen inklusive der Zinsen und der Bankgebühren müssen regelmäßig auf dem Kreditkonto verbucht werden.

Ratenkredite sind sog. Dispositionskrediten vorzuziehen, da der Prozentsatz bei ersterem niedriger gehalten wird. Dispositionskredite sind zwar meistens schnell und einfach zu haben und werden meist automatisch bei der Eröffnung eines Kontos eingeräumt. Andererseits sind sie sehr teuer und den meisten Menschen fällt es schwer, den Dispositionskredit zu tilgen.

Eine Möglichkeit zusätzliche Kosten zu sparen, ist der Kreditantrag bei einer der heute modernen Direktbanken. Die Konditionen dieser Kreditinstitute sind in der Regel günstiger, denn der Verwaltungsaufwand bei Direktbanken ist nicht so komplex.

Interessanterweise bieten auch freie Vermittler, Versicherungsvertreter und verschiedene Händler Ratenkredite mit festgesetztem Effektivzins günstig an. Vorteil eines Darlehensnehmers ist: Sollte er den Vertrag kündigen wollen oder müssen, kann das sechs Monate nach Auszahlung der Kreditsumme mit einer dreimonatigen Frist erfolgen. Natürlich darf die Bank für diesen zusätzlichen Aufwand Kosten berechnen und die ursprünglichen Bearbeitungsgebühren müssen sie nicht erstatten.

Sollten beim Kreditinstitut Zweifel oder Probleme durch verzögerte oder absichtlich zurückgehaltene Zahlungen auftauchen, kann die Lösung des Kreditvertrages auch von dieser Seite vollzogen werden. Allerdings ist es zwingend für die Bank, dem Darlehensnehmer zweimal eine Mahnung zukommen zu lassen, mit dem Hinweis der bevorstehenden Kündigung.
Anlaufzinsen ergeben sich durch einen längeren, rückzahlungsfreien Zeitraum zwischen Kreditsummenauszahlung und dem Termin der ersten anstehenden Rate. Üblicherweise werden die Zinsanteile für 30 Tage errechnet und der monatlichen Rückerstattung hinzugefügt.

Alle wichtigen Verpflichtungen und Rechte im Hinblick auf einen Kredit regelt das deutsche Gesetz im BGB. Unter anderem sagt es, dass Verbraucherkredite, wie Ratenkredite eigentlich ganz offiziell bei privater Verwendung heißen, innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden können. Allerdings ist der Kreditnehmer dann sofort zur Rückzahlung der erhaltenen Gesamtsumme verpflichtet. Außerdem ist er dazu verpflichtet, den Widerruf in einer ganz besonderen, auf jeden Fall schriftlichen Form zu verfassen

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