Versicherung & Finanzen

Mehr Geld im Alter – wo der Staat subventioniert

Altersarmut nach einem Leben voller Arbeit – viele Menschen haben Angst davor und die Angst ist nicht unberechtigt. Noch immer kümmern sich nur wenige Menschen um eine private Altersvorsorge, obwohl längst bekannt ist, dass allein die gesetzliche Rente in Zukunft kaum die Lebenshaltungskosten im Alter decken kann.

Dabei bietet der Staat seinen Bürgern einige Möglichkeiten, privat vorzusorgen. Das bekannteste Beispiel ist sicher die Riester-Rente, sie wird kräftig vom Staat subventioniert. Das Modell funktioniert so: Der Versicherte spart mit staatlicher Unterstützung bis zu seinem Rentenalter Geld an. Geht der Versicherte in den Ruhestand, so zahlt die Versicherung eine Rente, die sich aus seinem Ersparten und den staatlichen Subventionen zusammensetzt. Dabei ist der monatliche Betrag so berechnet, dass das Geld erst dann aufgebraucht ist, wenn der Versicherte das stolze Alter von 98 Jahren erreicht hat. Wird der Versicherte älter als 98 Jahre, so kann er sich freuen, denn er erhält natürlich weiterhin seine Rente und hat Gewinn gemacht. Stirbt er jedoch früher, fließt das Geld in die Rücklagen der Versicherung.

Die Riester-Rente hat einige Vorteile: Vor allem die staatliche Förderung hilft Menschen mit geringem Einkommen oder auch Familien mit Kindern. Von der steuerlichen Förderung können natürlich auch Besserverdienende profitieren. Ein weiterer Pluspunkt der Riester-Rente: Gegenüber anderen Formen der Altersvorsorge punktet sie durch die Kapitalerhaltungsgarantie. Dieses bietet eine zusätzliche Sicherheit, denn mit Beginn der Rentenzahlung sind wenigstens die bereits eingezahlten Beiträge verfügbar. Daneben wird das Versorgungskapital nicht auf die Arbeitslosen- und Sozialhilfe angerechnet.

Ein anderer Weg in den Genuss von staatlichen Subventionen zu kommen, bietet die betriebliche Altersvorsorge. Seit dem Jahr 2002 besteht ein gesetzlicher Anspruch des Arbeitnehmers auf eine sogenannte Entgeltumwandlung. Mit anderen Worten: Arbeitnehmer können einen Teil ihres Gehaltes in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung umwandeln. Auch die betriebliche Altersvorsorge wird vom Staat gefördert, z. B. dadurch, dass sie von den Sozialabgaben befreit ist.

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