Versicherung & Finanzen

Leben im Energiesparmodus

Die Preissteigerungen bei Heizkosten, Sprit und Strom sind zu einer ernsten Belastung der Haushaltskasse geworden. Wer im Jahr eine drei- bis vierstellige Summe einsparen will, muss jedoch nicht verzichten, sondern einfach nur umdenken.

Heimliche Energiefresser lauern rund ums Haus: ineffiziente Heiztechnik im Keller, spritschluckende Autos vor der Haustür und jede Menge veraltete Technik in der Wohnung treiben die Energiekosten in die Höhe. Beispiel: Strom sparen: Liegt der Stromverbrauch bei einer vierköpfigen Familie deutlich über 4.500 Kilowatt/Jahr, können pro Jahr einige hundert Euro Stromkosten gespart werden. Hilfreich dabei sind Strommessgeräte, die den Verbrauch einzelner Geräte anzeigen und auch den Stromverbrauch vermeintlich abgeschalteter Geräte und Trafos aufdecken.

Ist die Waschmaschine älter als zehn Jahre, sollte Sie über eine Neuanschaffung nachdenken. Maschinen neuester Bauart verbrauchen im Vergleich zu Geräten von 1990 etwa 40 Prozent weniger Strom und knapp 40 Prozent des Wassers. Wer eine neue Waschmaschine kaufen will, sollte sich immer für die Energieeffizienzklasse A entscheiden und zudem die Angaben zum Strom- und Wasserverbrauch kritisch vergleichen. Denn auch innerhalb dieser Energieeffizienzklasse gibt es deutliche Unterschiede.

Eine 95-Grad-Wäsche braucht dank leistungsstarker Waschmittel heute niemand mehr. Wer die Waschtemperatur von 95 auf 60 Grad absenkt, verringert den Stromverbrauch pro Waschgang um die Hälfte. Ebenfalls die Hälfte an Strom spart, wer Wäsche anstatt bei 60 Grad nur bei 40 Grad wäscht. Nur knapp ein Drittel des Stroms benötigt, wer statt mit 60 Grad mit 30 Grad wäscht.

Das Trocknen der Wäsche verbraucht drei- bis viermal so viel Strom wie das Waschen. Die sparsame Energieeffizienzklasse A erreichen nur hochwertige Wärmepumpentrockner, die Heizenergie aus der Abluft zurückgewinnen. Sie verbrauchen rund 40 Prozent weniger Strom als herkömmliche Kondensationstrockner. Die in der Anschaffung günstigen Ablufttrockner schaffen dagegen nur Energieeffizienzklasse C – und sind deshalb bei häufiger Nutzung auf Dauer die teuerste Lösung. Weiterer Kostentreiber: Wäsche, die maschinell getrocknet werden soll, muss vorher mit möglichst hoher Drehzahl geschleudert werden – was den Stromverbrauch der Waschmaschine erhöht. Bei Wäsche, die mit 1200 Umdrehungen pro Minute (U/min) geschleudert worden ist, dauert das Trocknen von fünf Kilogramm Wäsche etwa 75 Minuten, bei 1600 Umdrehungen U/min etwa 65 Minuten. Wer es nicht so eilig hat und in der Wohnung oder auf der Terrasse ein Plätzchen für den klassischen Wäscheständer findet, kann seine Wäsche gratis trocken.

Be Sociable, Share!

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Zufällige Artikel Die 5 neusten Artikel