Versicherung & Finanzen

Gesundheitssysteme im deutschsprachigen Raum

Das Gesundheitssystem eines Landes dient immer dazu, die Gesundheit seiner Bürger bestmöglich zu erhalten. In Deutschland gibt es, zumindest im internationalen Vergleich, noch immer viele Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonen – etwa jeder 9. ist im Gesundheitswesen tätig.

Zusammengesetzt wird das deutsche Gesundheitssystem jedoch aus Staat, Versicherungen, Kassenärztlicher Vereinigung, Patienten, Interessen- gemeinschaften und natürlich den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden. Absichern können sich Patienten in Deutschland innerhalb der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung. Während bei der gesetzlichen Krankenversicherung die Beiträge an der Höhe des Verdienstes des Versicherten festgelegt werden, entscheiden bei der Bemessung der Beiträge für die Privatversicherung Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten.

In Österreich wird das Gesundheitssystem auch Spitalwesen genannt und unterscheidet sich in einigen Punkten vom deutschen Gesundheitswesen. So kann der Versicherungsträger von einem unselbständigen Arbeitnehmer nicht selbst gewählt werden. Es besteht zwar eine Pflichtversicherung, jedoch wird der Versicherungsträger erstens durch den Wohnort und zweitens durch den Arbeitgeber festgelegt. Dementsprechend erfolgt auch die Aufnahme in die Krankenkasse über den Arbeitgeber. Bei selbständig Erwerbstätigen ist es abhängig von ihrer Kammerzugehörigkeit, ob der Versicherungsträger selbst gewählt werden darf. Die Höhe der jährlichen Beiträge wird durch die Höchstbeitraggrundlage reguliert.

In der Schweiz funktioniert das Gesundheitssystem wiederum anders: es gibt eine für jeden Schweizer Bürger obligatorische Grundversicherung. Während die Prämie für die Unfallversicherung direkt vom Lohn abgezogen wird, muss die Krankenkasse jeder selbst bezahlen. Die Höhe der Prämie ist auch nicht vom Verdienst abhängig, sie wird vielmehr von den Krankenkassen je nach Region festgelegt. Bei niedrigem Einkommen ist ein Zuschuss des Staates zu den Prämien möglich. Die durchschnittliche Höhe der Monatsprämie liegt derzeit ungefähr bei 300 Franken. Neben der Grundversicherung gibt es in der Schweiz auch noch eine Reihe freiwilliger Zusatzversicherungen.

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