Versicherung & Finanzen

Gesundheitsreform und die Elternzeit

Die Reform im Gesundheitswesen hat eine Reihe von Vorzügen für die Versicherten der privaten Versicherer. So können Mitglieder der PKV, welche nach dem Ende einer Elternzeit anschließend jetzt nicht mehr bereit sind in Vollzeit zu arbeiten und deshalb das Minimaleinkommen für die Privaten Krankenversicherung nicht mehr erreichen, seit dem neuerlichen Beschluss, von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit werden und weiterhin in der privaten Krankenversicherung bleiben.

Dies ist ein relevanter Vorteil für Mitglieder der PKV. Seither mussten Versicherte, wenn sie zwecks der Familie im Anschluss der Elternzeit und jetzt nicht mehr in Vollzeit arbeiteten und deswegen die Versicherungspflichtgrenze unterschritten, in die Gesetzliche Krankenversicherung Mitglied werden. Eine Sonderregelung bestand ausschließlich innerhalb der Dauer der Elternzeit. Dies ist mit Wirkung des Gesetzes nun nicht mehr der Fall. Das verabschiedete neue Gesetz zur Finanzierung der  Krankenkassen bewilligt eine Lösung von der Pflicht zur Versicherung nach Beendigung an eine Elternzeit für Beschäftige welche nur halbtags arbeiten.

Das Gesetz welches die neuen Regelungen beinhaltet wurde am 12.11.2010 von der Regierung abgestimmt und am 17.November  hatte der Bundesrat zugestimmt.

Die Loslösung kann ausschließlich beantragt werden und ist gültig für Angestellte, die  ihre Arbeitszeit nach Abschluss einer Elternzeit halbieren oder sogar mehr einschränken, hochaddiert als Beschäftige in Vollzeit allerdings über der Grenze des Mindesteinkommens für die PKV liegen würden. Davor ist es zwingend notwendig, dass der Lohn pro Jahr fünf Jahre jenseits der Grenze des Mindesteinkommens für die Private Krankenversicherung gelegen hat. Der Bezug des Elterngeldes wird hierbei mit einkalkuliert. Die Bestimmung findet Anwendung für aktuelle und für potentiell entstehende Tätigkeitsverhältnisse.

Der Zeitraum der Absicherungsfreiheit richtet sich nach der Dauer, in dem ein privat Versicherter vor Anbruch der Absicherungsfreiheit wegen der Erreichung der Versicherungspflichtgrenze vorangegangen ist. Zu dieser Zeitspanne wird dazu die Dauer gerechnet, in dem Elterngeld ausgezahlt wurde.

In welchem Maße die Inanspruchnahme der neuen Regelung Sinnvoll ist, müssen die Mitglieder der PKV dabei im eigenen Interesse selbst abwägen. Denn gerade nach dem Ende der Elternzeit kann sich die Situation für die Mitglieder der PKV enorm verändern. Beispielsweise werden Kinder in der gesetzlichen Krankenkasse im Rahmen der Familienversicherung Beitragsfrei mitversichert und müssen aber in der privaten Absicherung allein zu den entsprechenden Kosten in der Versicherung versichert werden. Dies kann die Entscheidung für das zu wählende Versicherungsmodell beeinflussen. Ein Beitragsvergleich für die private Krankenversicherung kann hier aufschlussreich sein.

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