Versicherung & Finanzen

Die Reisekrankenversicherung

Wer Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist, besitzt gleichzeitig einen eingeschränkten Versicherungsschutz für das Ausland. In den Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialhilfeabkommen geschlossen hat, wird die Europäische Krankenversicherungskarte der gesetzlichen Kasse akzeptiert. Sie löste 2004 den Auslandskrankenschein ab. Es besteht somit ein Schutz für Urlaubsreisen in EU-Länder sowie nach Bosnien-Herzegowina, Island, Jugoslawien, Kroatien, Lichtenstein, Mazedonien, Schweiz, Slowenien, Tunesien, Türkei und Ungarn.

Es ist Vorsicht geboten: Der Auslandskrankenschutz durch die gesetzlichen Kassen deckt womöglich nicht alle entstehenden Aufwendungen ab, da die deutschen Krankenversicherungen nur den Krankenversicherungsschutz ausgleichen, welcher im Urlaubsland üblich ist. Desweiteren tritt die GKV nicht für den Krankenrücktransport ein, welcher unter Umständen schon mal mit 50.000 Euro die Urlaubskasse belasten kann.

Daher empfiehlt es sich (auch für Privatpatienten) eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Dabei gibt es für den Verbraucher zwei mögliche Wege. Zum einen den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung im Bedarfsfall. Für eine bestimmte Reise mit angegebener Reisedauer wird üblicherweise ein Tagessatz erhoben. Zum anderen besteht die Option eine Jahrespolice zu wählen. Während dieses Zeitraumes besteht Versicherungsschutz. Wichtig hierbei ist, dass der Versicherte maximal 42 Tage durchgehend im Ausland sein darf.

Wird im Ausland ein Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt nötig übernimmt die Auslandskrankenkasse in der Regel alle anfallenden Kosten bspw. Ausgaben für Krankentransporte, Medikamente und Verbandsmaterial. Serviceleistungen vor Ort wie die Suche nach einem deutschsprachigen Arzt und die Weiterleitung der Krankendaten an den weiterbehandelnden Hausarzt vervollständigen das Versicherungspaket.

Generell gilt, dass Auslandskrankenversicherungen nicht haften, wenn bestimmte Erkrankungen schon vor Reiseantritt bekannt waren oder es sich um eine chronische Krankheit handelt.

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