Versicherung & Finanzen

Absicherungsmöglichkeiten im Rahmen der Rürup Rente

Die Rürup Rente, auch Basisrente genannt ist neben der Riester Rente, das zweite Altersvorsorgemodell, bei dem der Staat dem Bundesbürger in Form von Zulagen bzw. Steuervorteilen unter die Arme greift. Im Gegensatz zur Riester Rente besteht bei der Basisrente die Förderung jedoch nur aus steuerlichen Vorteilen.

Doch nicht nur die Förderung ist für viele Anleger beim Abschluss eines Altersvorsorgeproduktes wichtig. Viele Versicherungskunden möchten auch wissen, welche Möglichkeiten zum Schutz der Hinterbliebenen und der eigenen Arbeitskraft in der Produktlösung enthalten sind. Denn nicht immer ist das Leben genau planbar und man möchte doch auch im Ernstfall wissen, dass das angelegte Geld den Hinterbliebenen zur Verfügung steht.

Gerade der Hinterbliebenenschutz ist aber bei der Rürup Rente etwas eingeschränkt, denn dieser bezieht sich nur auf einen sehr engen Personenkreis. Den ähnlich wie im gesetzlichen Rentenversicherungssystem, kann nur eine Leistung für den Ehepartner sowie die versorgungsberechtigten Kinder aus einem Rürupvertrag erfolgen. Denn bei der der Konzeption im Rahmen des Alterseinkünftegesetz stand die gesetzliche Rentenversicherung Modell. Wer sich also für den Abschluss einer Rürup Rente interessiert und verheiratet ist und eigenen Kinder hat, muss sich keinen Sorgen machen, dass das Geld im Todesfall verloren ist. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn man nicht verheiratet ist und in sogenannter „Wilder Ehe“ mit einem Lebenspartner oder einer Lebenspartnerin zusammenlebt. Diese dritte Person kann im Rahmen der Rürup Förderung nicht bedacht werden. Wünscht man sich auch hier eine Absicherung für den eigenen Todesfall, muss man eine alternative Lösung wählen oder aber eine Risikolebensversicherung abschließen.

Wenden wir uns aber wieder der Todesfallabsicherung für den Ehepartner und die versorgungsberechtigten Kinder zu. Hier muss man folgende Fälle unterscheiden. Verstirbt die versicherte Person in der Ansparphase oder in der Rentenphase.

In der Ansparphase bieten die meisten Versicherungsunternehmen folgende Lösung an:

Aus dem bis zum Todeszeitpunkt gebildeten Vermögen wird für den Ehepartner eine lebenslange Hinterbliebenenrente kalkuliert. Einige Versicherungsunternehmen bieten jedoch seit kurzem auch die Möglichkeit, das vorhandene Vermögen in den Rürupvertrag des Ehepartners zu übertragen. Sollte zum Todeszeitpunkt noch kein eigener Vertrag bestehen, so kann auch erst dann ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

In der Rentenphase gibt es ebenfalls zwei verschiedene Absicherungsmöglichkeiten. Die wohl bekanntest Form ist die Rentengarantiezeit. Hier kann der Versicherungsnehmer selbst entscheiden, wie lange die Rentenzahlung für die Hinterbliebenen garantiert erfolgen soll. Eine weitere Form ist auch hier wieder die Hinterbliebenenrente, die in diesem Fall aus dem vorhandenen Vermögen zum Zeitpunkt des Renteneintritts abzüglich der ausgezahlten Rentenleistungen kalkuliert wird.

Aber nicht nur den Todesfall kann man mit einer Rürup Rente absichern. Auch die eigene Arbeitskraft kann durch eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt werden. Großer Vorteil: Auch die Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung werden steuerlich berücksichtigt, wenn diese bei maximal 49% des Gesamtbeitrags liegen.

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