Versicherung & Finanzen

Abgeltungssteuer – Neue Regeln für Geldanlagen

Am 1. Januar 2009 tritt die neue Abgeltungssteuer in Kraft.
Sie ersetzt die zuvor gültige Kapitalertragssteuer.

Mit anderen Worten: Ab 2009 müssen auch Kursgewinne versteuert werden.
Dadurch sinkt auch die Rendite deutlich. Anleger haben ab diesem Zeitpunkt
auf Dividenden, Zinsen und Kursgewinne von Aktien ganze 25 Prozent Abgeltungssteuer
zu zahlen. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.
Das macht zusammen etwa 27 Prozent.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass die meisten Anleger ihre
bestehenden Anlagen weder aufstocken noch umschichten wollen.

Aber gerade mit der Einführung der neuen Abgeltungssteuer
ist eine neue Anlagestrategie unbedingt zu empfehlen. Diese Passivität
ist vermutlich damit zu begründen, dass viele schlichtweg noch nicht
über das neue Gesetz informiert sind. Außerdem sind viele Anleger
bereits durch die Turbulenzen am Aktienmarkt und die Hypothekenkrise
verunsichert. Doch was die meisten Anleger übersehen, ist die Tatsache,
dass Aktien langfristig die renditeträchtigste Anlageform darstellen.
Trotz Kurseinbrüchen und Krisen liegt die Aktie noch vor den Anleihen,
Festgeld oder Sparbüchern.

Die Abgeltungssteuer trifft gerade diejenigen, die langfristig anlegen wollen
– zum Beispiel, um fürs Alter vorzusorgen. Der beste Weg, die Abgeltungssteuer
zu umgehen, ist es, bis Ende 2008 Wertpapiere zu erwerben. Damit kommt man nämlich
in den Schutz der Bestandssicherung der alten Regelung. Selbst wenn
man diese Aktien einige Jahre gehalten hat, wird darauf keine Abgeltungssteuer
fällig. Der Nachteil dieser Strategie: Depotbestandteile können danach
nicht mehr umgeschichtet werden, denn jeder Erwerb einer neuen Aktien
nach dem 1.1.2009 ist abgeltungssteuerpflichtig.

Einen lukrativen Weg bieten die sogenannten „Multi-Asset-Fonds“.
Denn diese bieten einen Steuervorteil: Macht man Kursgewinne,
so wird keine Abgeltungssteuer fällig.

Zwar agiert der Fonds wie ein Anleger, der Bestandsschutz gilt
für alle Transaktionen innerhalb des Fonds aber trotzdem.
Entscheidend ist nur der Kauftag der Anteile.

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