Umwelt & Natur

Reisen mit dem Hund im Auto

Eine Autoreise mit dem Hund stellt in der Regel kein Problem dar, denn die meisten Hunde fahren gern Auto. Wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass man schon den Welpen frühzeitig daran gewöhnt. Außerdem sollte die Fahrstrecke immer der Kondition und dem Alter des Tieres angepasst werden.

Im Idealfall hat bereits der Hundezüchter damit begonnen, die Kleinen an kurze Fahrten, zum Beispiel zum Tierarzt oder zur Welpenspielstunde, zu gewöhnen. Die positiven Erlebnisse sollten dabei immer überwiegen. So kann man zum Beispiel den Tierarzt bitten, beim ersten Besuch nur ein paar Leckerli an die Welpen zu verfüttern, was auch die Einstellung des Tieres zum Tierarzt deutlich positiv prägen kann. Der neue Besitzer tut gut daran, das Fahrtraining mit seinem Vierbeiner behutsam fortsetzen und ihn langsam an längere Strecken gewöhnen. Wichtig ist immer, dass am Ende der Fahrt ein erfreuliches Erlebnis steht, also nicht nur der Weg zum Tierarzt oder Hundefriseur. Der Hund wird sich freuen, wenn am Ziel der Fahrt ein Spaziergang durch die Stadt oder ein schönes Auslaufgebiet ansteht. Durch die kurzen Fahrten mit der „Belohnung am Ende“ empfindet der Hund das Autofahren als angenehmes Erlebnis. Es wird für ihn auch dann nicht dramatisch werden, wenn er im Erwachsenenalter seine Familie auf einer sehr langen Urlaubsfahrt begleiten soll.

Ein Hundebesitzer, der seinem kaum sozialisierten Jungtier eine 10- Stunden- Reise an den Gardasee oder rasante Fahrten und Bremsmanöver bei 200 km/h über die Autobahn zumutet, wird sich allerdings kaum einen Auto- liebenden Hund heranziehen. Hier dürften eher Abneigung, Angst und Übelkeit die unweigerlichen Folgen sein. Wie schon geschildert: einfühlsames Vorgehen ist gefragt.

Zugegebenermaßen gibt es vereinzelt Hunde, die trotz aller Gewöhnungsmaßnahmen regelrecht panisch auf das Autofahren reagieren. In diesen Fällen können homöopathische Mittel oder Bachblüten gute Dienste tun. In besonders extremen Fällen kann der Tierarzt auch ein leichtes Beruhigungsmittel verschreiben. Man sollte sich dann allerdings überlegen, ob dem Tier evt. mehr geholfen wäre, wenn es den Urlaub in einer Hundepension oder einem Hundehotel verbringt.

Bei jeder Fahrt muss der Hund einen geeigneten Platz im Auto bekommen. Dieser darf zuerst einmal nicht zu eng sein. Das mitgeführte Gepäck muss so verstaut sein, dass es den Hund nicht stört oder behindert, ihn gar in einer Kurve bzw. bei einer Vollbremsung verletzen könnte. Notwendig ist entweder ein Absperrgitter zum Schutz für den Hund, aber auch für die Mitreisenden, denn die Wucht einer Vollbremsung ist nicht zu unterschätzen. Oder man greift alternativ zu einer Hundetransportbox oder einem Autogurt für Hunde, um den Vierbeiner abzusichern.

Wichtig ist das Einhalten von Pausen. Alle zwei Stunden sollte ein Stopp eingelegt werden, damit sich alle die Beine vertreten und frische Kraft schöpfen können. Bei der Gelegenheit bekommt der Hund nur (!) frisches Wasser, das der Hundehalter auf seinen Reisen mit sich führen sollte. Bei einem Halt an Autobahnraststätten sollte der Hund immer angeleint werden. Schließlich ist ihm das Umfeld unbekannt und er könnte sich so weit entfernen, dass er sich und andere in Gefahr bringt.

Mit Jungtieren, älteren und kranken Hunde sollte man nur noch kurze Strecken in Angriff nehmen, um Mensch und Tier unnötige Strapazen zu ersparen. Gesunde erwachsene Tiere können auch Fahrten von vielen Stunden Länge durchhalten, sofern an vernünftige Pausen im Abstand von zwei Stunden gedacht wird und für eine gute Klimatisierung des Autos gesorgt ist.

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