Sport & Fitness

Übersäuerung beim Sport

Eine häufige unerwünschte Nebenwirkung von Fitness- sowie Leistungs-Sport ist die so genannte Übersäuerung der Muskulatur. Wir bemerken sie je nach Übersäuerungsgrad als mehr oder minder starken Muskelkater.

Muskeln übersäuern, wenn sie während des Fitness Programms zu stark beansprucht werden. Beim Kraftsport geschieht dies durch das Aufladen zu hoher Gewichte und die partielle Überanstrengung der Muskulatur unmittelbar während der Übung. Beim Ausdauer- und Fitness-Sport dagegen findet eine Übersäuerung statt, wenn der Körper zu lange in seinem anaeroben Bereich gehalten wird. Der individuelle anaerobe Bereich lässt sich anhand mathematischer Formeln sehr gut berechnen. Über den Daumen gepeilt lässt sich sagen, dass Sie Ihren persönlichen anaeroben Bereich zum Beispiel dann erreichen, wenn Sie beim Joggen keine Luft mehr „übrig“ haben, um sich noch gemütlich neben dem Laufen her zu unterhalten.

Sind die oben genannten Belastungsgrenzen erreicht, beginnt der Körper aufgrund diverser chemischer Reaktionen mit der Ausschüttung von Laktat und Milchsäure. Diese setzt sich in der Muskulatur ab und führt zum Übersäuerungseffekt, zum Muskelkater.

Wer seine Fitness regelmäßig trainiert und sein Trainingsprogramm in vernünftigem Umfang steigert – das bedeutet nicht schnell sondern langsam und seiner Leistung angepasst – der kann seine persönliche anaerobe Schwelle und damit den Beginn der Laktatausschüttung nach oben verschieben. Im Klartext: ein gut durchtrainierter Körper übersäuert weniger schnell als ein weniger gut trainierter.

Die Übersäuerung ist keine Krankheit und keine Verletzung, und regeneriert im Laufe weniger Tage ohne weiteres Zutun. Allerdings ist es ratsam, bei einer starken Übersäuerung eine Traingspause von 2 – 3 Tagen einzulegen.

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