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Duales System im Glückspielmarkt

Um einen neuen Weg für ein duales System im deutschen Glückspielmarkt zu bereiten, haben sich mehrere Politiker der FDP und CDU auf einen gemeinsamen Appell geeinigt. Während der Lotto Bereich so erhalten bleibt wie er zur Zeit gestaltet ist, würde bei einer dualen Marktordnung ein reguliertes Nebeneinander von staatlichen und privaten Sportwetten Anbietern vorsehen. So könnte im aktuellen Rechtsstreit eine Lösung aussehen, für die auch die EU –Kommission eine Kompromissbereitschaft signalisiert hat, denn in einem immanenten Teilbereich des Glückspielmarktes bleibt das Monopol des Staates bestehen, andererseits können aber auch private Wettvermittler mit einer staatlicher Konzession weiter tätig sein, ebenso wie richtige Sportwetten-anbieter. Die EU Kommission werde in keiner Weise die Existenz und Fortsetzung der Länder – Monopole für Lotto/Toto oder andere Glücksspiele in Frage stellen, so heißt es in einem Brief von Charlie Mc Creevy, dem zuständigen Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen. Diese angedeutete Kompromissbereitschaft ist als ein klares Zugeständnis der EU zu werten, dem laufenden Rechtsstreit endlich ein Ende zu setzten. Der Geschäftsführer der FDP Landtagsfraktion Niedersachsen Jörg Bode erklärte: „Wir wollen einen dualen Wett – und Lottobereich, wie ihn auch die EU – Kommission befürworten würde, unterstützen“. Hans- Jörn Arp, CDU – Abgeordneter in Schleswig – Holstein, meint: „ Nur auf diese Weise (Differenzierung von Sportwetten und Toto/Lotto) kann eine rechtssichere und zukunftsfähige Markform für Unterhaltungs Glücksspiele etabliert werden, die den EU – rechtlichen Anforderungen standhält.“ Abgeordneter Arp sieht diesen Weg als effektiver an, um den Schutz der Spieler zu gewährleisten und gleichzeitig die benötigten staatlichen Einnahmen zu sichern. Dies galt bislang als der Hauptgrund das Monopol so fortzu führen, wie es ist. Dazu wurde immer das Argument der Spielsucht beim Wetten vorgeschoben, zu deren Bekämpfung das Monopol in Deutschland jedoch kein bisschen beigetragen hat, so sah es auch das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom März 2006.

Es gibt schon erfolgreiche Beispiele wie beispielsweise in Großbritannien und Holland, die langfristig duale Systeme eingerichtet haben. Einnahmen aus Lotto / Toto könnten weiterhin gemeinnützigen Zwecken zugefügt werden und es gäbe zusätzliche Einnahmen aus dem Sportwettenbereich. Am Monopol weiter festzuhalten bringt unter dem Strich mehr Nachteile, als die auf dem Tisch liegende Lösung. Es gilt rechtzeitig umzudenken und einen vom Lottobereich abgetrennten, regulierten Sportwettenmarkt zuzulassen.
Für den Kunden hätte das insgesamt nur Vorteile. Private Anbieter haben aufgrund der Konkurrenz Situation ein wesentlich besseres Angebot als die Monopolisten. Nicht nur die Wettquoten sind besser, auch andere Services, wie ein Livescore in dem sich die Begegnungen live mit verfolgen lassen, Livestream von wichtigen Spielen, die nicht im Free TV ausgestrahlt werden gehören dazu aber auch ein guter Support ist selbstverständlich.

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