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Wellenreiten in Holland

In der heutigen Gesellschaft ist es nicht üblich, sich im Kollektiv gegen die Demokratie aufzulehnen, weil ein Großteil der Bevölkerung kein Vertrauen zu sich selbst hat und man sich in den meisten Fällen nur geringe Siegeschancen einräumt.

Nicht in Holland!

In der Gemeinde Den Haag, verantwortlich für die Gemeinde Scheveningen, wurde vor kurzem bekannt gegeben, dass das Wellenreiten in Scheveningen Zuid fortan verboten ist. Kein Surfer aus Deutschland bzw. den Beneluxstaaten wollte diese Entscheidung akzeptieren, weil es der einzige Ort ist, an dem man surfen kann.

Flüge nach Spanien, Frankreich oder Marokko kann sich kaum jemand leisten, daher wäre es eine große Enttäuschung für jeden „Wellenreitfan“, wenn es bei dieser Entscheidung bliebe.

Aus diesem Grund trafen sich 100 Surfer und riefen eine Protestaktion ins Leben, mit deutscher Beteiligung, um dagegen zu demonstrieren.

Die Gemeinschaft Den Haags argumentierte, dass der Sport zu gefährlich sei, allerdings sei diese Meinung falsch, so der DWV-Präsident Jan Groenendijk. Surfer gelten in Rettungsdienstkreisen als erhebliche Bereicherung.

Niemand könne bei Unfällen, im Wasser, schneller reagieren, als die Wellenreiter, daher wäre es falsch zu behaupten, dass sie eine Gefahrengruppe darstellen.

Der Protestmarsch verlief erfolgreich, denn die niederländischen Behörden haben sich geeinigt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es falsch wäre, ein Surfverbot auszusprechen.

Die Surfergemeinde kann sich bei einem ehrgeizigen Demonstrantenkreis bedanken, dass es auch zukünftig „Hang Loose“ heisst.

Zwar steht das endgültige Ergebnis noch aus, dennoch kann man davon ausgehen, dass das erste Surfverbot in naher Zukunft wieder aufgehoben wird.

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