Reisen & Urlaub

Verbraucherschutz und Billigflüge

Seit Bestehen der Billigfluggesellschaften wacht der Verbraucherschutz mit Argusaugen über das richtige Verhalten der Unternehmen. Oft werden diesen die verschiedensten Verstöße vorgeworfen. Sicher auch zu Recht. Ein heikles Thema zum Beispiel ist die Einhaltung der Fluggastrechte im Falle eines Flugausfalls. Die Verbraucherschützer beklagen, dass in solchen Fällen häufig die Passagiere nicht ausreichend darüber aufgeklärt werden, wie sie ihre Kosten zurückerstattet bekommen oder sich dieses Verfahren als äußerst kompliziert erweist.

Doch der größte Kritikpunkt den die Verbraucherschützer an den Billigfluglinien auszusetzen haben, ist mit Sicherheit deren trügerische Marketingstrategie. So ist es bei den Billigfluganbietern fast schon gängig mit Preisen für Flüge zu werben, die der Käufer letzten Endes so nicht bekommt. Entweder werden die zusätzlich zu Zahlenden Kosten, wie Flughafen- oder Gepäckgebühren von vornherein verschwiegen, oder jedoch so versteckt angemerkt, dass der Kunde sich darüber nicht klar wird. Der Verbraucherschutz beklagt, dass mit billigen Flügen auf eine solch irreführende Art Werbung gemacht wird, dass der Kunde nicht immer erkennen kann, dass der Flug im Endeffekt womöglich gar nicht so billig ist. Um diese verschleiernde Reklame der Billigfluganbieter zu unterbinden, gehen die Verbraucherschützer sogar soweit, den jeweiligen Unternehmen eine Unterlassungsklage anzudrohen, falls deren Strategie in der Werbung nicht geändert wird. Lösung des Problems könnte eine neue Richtlinie der EU sein, welche mehr Transparenz im Markt fordert und somit die Gesellschaften zu korrekten Preisangaben verpflichten würde.

Be Sociable, Share!

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Zufällige Artikel Die 5 neusten Artikel