Recht & Streit

Scheidung und Unterhalt

In Anbetracht der Tatsache, dass sich Mann und Frau bei der Hochzeit „ewige Treue“ schwören, verwundert die Anzahl der Ehen, die in Deutschland durch Scheidung beendet werden. Im Schnitt wird jede dritte Ehe geschieden, in den Großstädten wird jede zweite Ehe durch Scheidung beendet. Über die Gründe für diese relativ konstanten Zahlen mag man trefflich streiten. Für die Betroffenen ist es oft genug eine Tortur, das Scheidungsverfahren über sich ergehen zu lassen. Das gilt umso mehr, wenn Kinder von der Scheidung betroffen sind. Aber natürlich werden auch die anderen im Rahmen einer Scheidung zu klärenden Fragen als überaus belastend empfunden. Da muss der Hausrat verteilt werden, Regelungen zu Sorge- und Umgangsrecht für die gemeinsamen Kinder gefunden werden und last but not least muss auch die Frage über den Unterhalt geklärt werden. Das Gesetz in Deutschland sieht vor, dass auch nach einer Scheidung Unterhaltspflichten bestehen. Gegenüber Kindern versteht sich dies von selber, aber auch der Nichtverdiener in einer Ehe, der nicht in der Lage ist, seinen eigenen Unterhalt zu bestreiten, hat zumindest für eine gewiße Zeit einen Unterhaltsanspruch gegen den Ex-Partner. Böse wird es, wenn die Einkommensverhältnisse bei dem Unterhaltspflichtigen nicht ausreichen, um seinen Pflichten gegenüber allen Unterhaltsberechtigten nachzukommen. Man spricht dann von einem so genannten Mangelfall.

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