Recht & Streit

Mietrecht und Kündigung

Weit über 50 Prozent aller Deutschen wohnen zur Miete. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach. Der Vermieter stellt einen funktionstüchtigen und mangelfreien Mietraum zur Verfügung und der Mieter bezahlt im Gegenzug meist monatlich einen gewissen Betrag an den Vermieter. Genauere Regelungen enthält im konkreten Fall meist der Mietvertrag. Darüberhinaus enthält das Mietrecht, das in Deutschland zum größten Teil im BGB codifiziert ist, detaillierte Regelungen zu Rechten und Pflichten der Mietparteien. Ein wichtiges Instrument im deutschen Mietrecht ist die Kündigung. Unter bestimmten Umständen können sich Mieter oder Vermieter von einem Mietvertrag wieder voneinander trennen. Dies kann man im Rahmen einer ordentlichen Kündigung machen oder, wenn es zu größeren Störungen gekommen ist, auch im Rahmen einer so genannten außerordentlichen oder fristlosen Kündigung. Zahlt der Mieter beispielsweise keine Miete mehr oder ist er für Nachbarn und Hausmitbewohner untragbar, dann kommt eine Kündigung nach dem deutschen Mietrecht in Betracht. Zieht der Mieter nach einer berechtigten Kündigung allerdings nicht freiwillig aus, dann bleibt dem Vermieter nichts anderes übrig, als eine Räumungsklage vor dem Amtsgericht anzustrengen. Dies ist mit erheblichen Kosten verbunden und kann sich unter Umständen über Monate erstrecken.

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