Recht & Streit

Lärm und Nachbarrecht

Die Gerichte stellen bei der Beurteilung von Nachbarrechts-Fällen oft auf den Begriff der „Unzumutbarkeit“ ab. Immer dann, wenn eine Beeinträchtigung eines Betroffenen vom Gericht als unzumutbar gewertet wird, kommen Gerichte zu dem Ergebnis, dass ihm Abwehr- oder sogar Schadensersatzansprüche zustehen. Die Definition des Begriffs der Unzumutbarkeit ist naturgemäß schwierig. Oft setzen Richter lediglich ihre eigene Auffassung von Zumutbarkeit durch. Der Nachbarrecht-Ratgeber erklärt, welche Hilfsmittel die Gerichte haben, um sich dem Begriff der Unzumutbarkeit zu nähern und auf diesem Weg nachbarschaftliche Streiffälle zu lösen.

Das Nachbarrecht beschäftigt die Gerichte über Gebühr. In vielen Fällen sind die betroffenen Nachbarn nicht mehr in der Lage, vernünftig miteinander zu reden. Es reicht oft ein kleiner Anlass, um im nachbarlichen Verhältnis Zwist zu säen. Eine Wurzel, die vom Nachbargrundstück auf das eigene ragt, lärmende Kinder oder auch ausufernde Grillfeste des Nachbarn. Wenn die Parteien bereits zerstritten sind, hilft oft nur noch die Justiz. Da müssen Richter dann klären, ob die Beeinträchtigungen tatsächlich unzumutbar im Sinne des Gesetzes sind. Der Nachbarrecht-Ratgeber erklärt, anhand welcher Kriterien nachbarrechtliche Streitigkeiten entschieden werden. Dabei sollte man berücksichtigen, dass juristische Entscheidungen über einen Streit unter Nachbarn fast nie dazu führen, dass tatsächlich eine für beide Parteien erträgliche Situation geschaffen werden kann.

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