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Die Firma EMI

EMI ist ein 1931 aus der Verbindung der beiden ältesten europäischen Tonträgerfirmen, der 1897 als Londoner Ableger der amerikanischen National Gramophone Company gegründeten britischen Gramophone Company und der ebenfalls in London ansässigen Columbia Graphophone Company, eine Tochtergesellschaft der amerikanischen Columbia Phonograph Company hervorgegangenes Unternehmen. Seine Bezeichnung als Electrical and Musical Industries (1971 in EMI Ltd. geändert) entsprach dem damaligen Charakter des Unternehmens als einer Holding, unter deren Dach verschiedene Einzelfirmen zusammengefasst waren, die aber zunächst unabhängig voneinander weiter agierten. Auslöser dieser Fusion waren die dramatischen Einbrüche auf dem Tonträgermarkt in Folge der Weltwirtschaftskrise, weshalb der neu entstandene Firmenverbund durch Expansion in angrenzende Branchen, insbesondere der Elektroindustrie, eine Konsolidierung versuchte. Unter dem Dach der EMI erfolgte mit der Rudge-Whitworth Co. auch die Produktion von Fahrrädern und Motorrädern, mit der Sterling Telephone & Electric Co die Produktion von Telefonen und Radioapparaten, mit der HMV Household Appliances Ltd. die Herstellung von Kühlschränken und anderen elektrischen Haushaltsgeräten und durch die Marconi-EMI Television Co. die Entwicklung des Fernsehens.

1935 entschloss sich die RCA, die 1929 als Eigentümer der Victor Talking Machine Company auch zur Muttergesellschaft der britischen Gramophone Company geworden war, ihre Anteile an die EMI zu verkaufen. Damit wurde aus der Holding eine eigenständige Kapitalgesellschaft mit der Tonträgerproduktion in ihrem Zentrum. Durch ein Lizenzabkommen war die neue Gesellschaft jedoch verpflichtet, ihre Produkte in den USA über die vormaligen Muttergesellschaften von Gramophone Company und Columbia Graphophone Company, RCARecords und Columbia, zu vertreiben und deren Produkte in England auf dem früheren Gramophone-Label, HMV Records, zu veröffentlichen. Beendet wurde dieses Arrangement 1955 als sich die EMI mit Übernahme von Capitol Records ein eigenes Outlet für ihre Produkte auf dem amerikanischen Markt verschaffte.

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Die EMI entwickelte sich mit Niederlassungen in über fünfzig Ländern und einer unüberschaubaren Zahl von Labels, darunter das 1972 für die Rockmusik gegründete Harvest Records, zum größten europäischen Tonträgerproduzenten, der alle Bereiche der Musik abdeckte. In Deutschland sind die nach dem Krieg wiederbelebten EMI-Dependancen unter dem Dach der 1945 gegründeten EMI Electrola (heute EMI Music Germany) zusammengefasst. In den 1960er Jahren bestritt das Unternehmen 20 Prozent seines weltweiten Umsatzes durch den phänomenalen Erfolg der Beatles, geriet dann aber sowohl durch unternehmerische Fehlentscheidungen als auch durch seine Größe – das Engagement der EMI umfasste in den 1970er Jahren neben den Tonträgeraktivitäten mit Kino, Sporteinrichtungen und Theaterketten, medizinischer Gerätetechnik, Radar- und Lasertechnik, Phonogeräten und Elektroartikel ein kaum überschaubares Terrain – in die roten Zahlen. Vor dem Konkurs wurde es 1979 durch den Elektro-Konzern Thorn Electrical Industries bewahrt.

Die konsequente Konzentration auf den Tonträgerbereich, die schon 1921 noch unter dem Dach der Gramophone Records entstandene Schallplatten-Einzelhandelskette HMV eingeschlossen, führte im Verlauf der 1980er Jahre zu einer Konsolidierung, die
1991 in der Übernahme von Chrysalis Records und 1992 von Virgin Records einen Ausdruck fand. Der erfolgreiche Kurs des Unternehmens hatte am 16. August 1996 schließlich das relativ seltene Ereignis eines Demerger zu Folge: EMI und Thorn Electrical Industries trennten sich wieder voneinander. Die EMI Group, so der neue Name des wieder selbstständig gewordenen Konzerns, der direkt an die Börse ging, ist seither mit den beiden Firmenbestandteilen EMI Music, wozu über 70 Einzelfirmen, Labels, Studios und Herstellungsbetriebe in mehr als 40 Ländern gehören, die über 1000 Künstler aller Genres und Stilformen vertreten, sowie EMI Music Publishing, mit mehr als einer Million Copyrights die größte Musikverlagsgruppe der Welt, ausschließlich im Musikgeschäft tätig. Die Einzelhandelskette HMV wurde 1998 an die selbstständige HMV Media Group
veräußert.

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