Internet & Web

Plädoyer zur legalen Flatrate-Nutzung

Anders als andere Tarife beschert einem eine DSL-Flatrate die Freiheit, das Internet nutzen zu können, ohne auf die Dauer der Internetsitzungen beziehungsweise auf die Menge an Daten, die man während der Internetsitzungen lädt, Rücksicht nehmen zu müssen. Viele DSL-Surfer verleitet dies dazu, ihre Flatrate auch für zweifelhafte Zwecke einzusetzen. Denken wir doch nur einmal an die Download-Börsen wie eMule: Hier werden massenhaft Musikstücke, Filme und Softwareprogramme ausgetauscht, die zumeist urheberrechtlich einem besonderen Schutz unterliegen und somit eigentlich nicht getauscht beziehungsweise kopiert werden dürfen.

Die Medienindustrie ärgert sich seit langen über das Treiben in den Börsen. Die Rechtsanwälte, die für diese Industrie arbeiten, versuchen regelmäßig, an die Daten jener Flatrate-Nutzer heranzukommen, die sich in den Börsen umher treiben, um urheberrechtlich geschütztes Material zu verbreiten zu laden. Massenhaft werden Strafanzeigen erstattet, um die Staatsanwälte dazu zu bringen, dass sie die Daten der Flatrate-Nutzer ermitteln. Man darf als Laie bezweifeln, ob die Ermittlung der Daten eines Flatrate-Nutzers allein genügt, um die jeweilige Person mit Sicherheit zu identifizieren. Eigentlich wäre doch wohl eine Hausdurchsuchung erforderlich, um an Beweise zu gelangen, wobei Hausdurchsuchungen nicht gerade verhältnismäßig wären angesichts des Delikts.

Nichtsdestotrotz soll dieser Artikel ein Plädoyer gegen die Nutzung einer Flatrate zu illegalen Zwecken sein. Eine DSL-Flatrate sollte genutzt werden, um vernünftige Internetanwendungen zu gebrauchen und sich dabei im Rahmen geltender Gesetze zu bewegen. Es gibt viele legale Angebote im weltweiten Netz, die sorglos und mit reinem Gewissen wahrgenommen werden können. Moral und Ethik sollten durch Tarife mit pauschaler Abrechnung nicht untergraben werden.

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