Immobilien & Wohnung

Der Kaufvertrag für Wohnungen als Eigentum

Mit dem Kauf einer Eigentumswohnung wird ein Anteil an einem Grundstück, dem so genannten gekoppelten Sondereigentum eines abgeschlossenen Raumes erworben.
Als Gemeinschaftseigentum gelten die anderen Räume wie zum Beispiel Treppenhaus oder Betriebsräume. An diesen Räumen darf vom Eigentümer der Wohnung nichts geändert werden ohne Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer.

Vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages kann ein Blick in das Grundbuch geworfen werden, ob das Objekt eventuell mit einer Hypothek belastet ist. Weitere, andere Verbindlichkeiten sollten ebenfalls vor der Unterzeichnung des Vertrages geklärt werden.
Sinnvoll ist auch der Einbau eines Vorbehaltes des Käufers in den Kaufvertrag, dass er zum Beispiel nicht für rückständige Hausgelder oder Jahresabrechnungen haftet. Durch den Kauf verpflichtet sich der Käufer gegenüber der Hausgemeinschaft, offene Rechnungen des Vorbesitzers auszugleichen. Eventuell noch ausstehende Verbindlichkeiten können vom Verkäufer beim Verwalter erfragt werden.

Der Blick in die Hausordnung ist ebenfalls ratsam. Weiterhin ist die Entscheidung zu treffen, welche Versicherungen für solche Wohnungen vom neuen Besitzer vom alten übernommen werden. Einige Versicherungen gehen ansonsten automatisch an den neuen Besitzer über. Schriftlich sollte auch festgehalten werden, welche Einrichtungsgegenstände beim Kauf solcher Wohnungen mit übernommen wurden.

Der Vertrag sollte zwei wichtige Anlagen enthalten. Zunächst einmal die Teilungserklärung, welche Auskunft darüber gibt, welcher Teil des Grundstückes oder des Gebäudes dem Käufer gehört. Ebenfalls ist die Höhe des Eigentumsanteils festzuhalten. Nicht nur wie die Kosten und die Lasten im Haus verteilt werden, findet sich darin wieder, sondern auch, wie viele Stimmen der neue Käufer in einer Versammlung mit den anderen Eigentümern der Wohnungen erhält. Die Verteilung nach den Wohneinheiten gehört ebenfalls zum gängigen Stimmrecht. Anderenfalls gilt das Kopfstimmrecht. Ebenfalls sollte nachgeschaut werden, ob die Bezeichnung für die zu erwerbende Wohnung in der Teilungserklärung mit der im Kaufvertrag übereinstimmt. Dies gilt nicht nur für die Wohnung, sondern auch für den Keller und den Speicher sowie auch die Garagen.

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