Handy & Festnetz

Prepaidkarte statt Handyvertrag

Ein Handyvertrag gilt noch immer als die Beste Variante zur Nutzung eines Mobiltelefons, lange Zeit auch durchaus gerechtfertigt. Prepaidkarten boten keine echten Vorteile und waren immer bestenfalls die zweite Wahl. Prepaid Tarife waren deutlich teurer und war die Prepaidkarte einmal leer, musste ein Geschäft gefunden werden um diese wieder auszuladen. Da bereits ein negativer Eintrag bei der Schufa genügt um den Handyvertrag verwehrt zu bekommen, breiteten sich Prepaidkarten dennoch immer weiter aus, denn für betroffene gibt es keine Alternative. Dies erkannten auch immer mehr Geschäfte und so ist es heute nicht mehr nur in reinen Handyläden möglich seine Prepaidkarte auszuladen, auch praktisch alle Tankstellen und Supermärkte bieten diesen Service heute an. Auch die Banken haben dieses Geschäft für sich entdeckt und bieten an immer mehr Geldautomaten Guthaben für Prepaidkarten an, ebenso per Onlinebanking ist dies mittlerweile möglich. Und sogar die Tabakindustrie hat hier eine Möglichkeit für einen Zusatzverdienst erkannt und stellt ständig neue Zigarettenautomaten auf, an denen auch die Prepaidkarte des Handys geladen werden kann. Neues Guthaben zu bekommen ist heute also kein Problem mehr, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Vor etwa zwei Jahren kam dann Simyo, ein Tochterunternehmen von E-Plus, auf den Markt und schuf eine ganz neue Klasse von Anbietern, die Prepaidkarten Discounter. Auch wenn mittlerweile viele Lebensmittel-Discounter ebenfalls Prepaidkarten anbieten, so bezieht sich der Begriff Discounter im Mobilfunkbereich einzig auf die Tatsache, dass hier günstige und trotzdem einfach strukturierte Prepaid Tarife angeboten werden. Einfach strukturiert bedeutet hierbei, dass Gespräche in alle Handynetze und das Festnetz zu den gleichen Tarifen angeboten werden, gleiches gilt für SMS in alle Handynetze. Auch bezüglich des Wochentags und der Uhrzeit wird hier kein Unterschied im Preis gemacht, so dass weder das genutzte Netz noch die Uhrzeit für den Anrufer wichtig ist, also kein verschieben wichtiger Gespräche mehr, um eine günstige Tageszeit nutzen zu können. Die heutigen Prepaid Tarife werden nach wie vor von neuen und modernen Handyverträgen unterboten, die sich speziell an Vieltelefonierer richten, also einen gewissen monatlichen Mindestumsatz erfordern. Somit sind Prepaidkarten für diese Gruppe der Handynutzer auch heute keine wirkliche Alternative. Anders sieht es jedoch bei Wenigtelefonierern aus, besonders wenn die Grundgebühr oder ein nicht genutzter Mindestumsatz den größten Posten auf der monatlichen Handyrechnung bildet. Im Laufe der zwei Jahre Vertragslaufzeit kommt hier ein nicht zu unterschätzender Betrag zusammen, der den Preis des zum Vertrag mitgelieferten Handys schon mal übersteigen kann. Somit kann es für Wenigtelefonierer durchaus interessant sein sich anzuschauen, welche Kosten bei einem Kauf des neuen Wunschhandys entstehen würden und dies mit der Summe an Grundgebühren während der Vertragszeit zu vergleichen. Vielleicht ist eine Prepaidkarte ja doch die bessere Wahl.

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