Handy & Festnetz

Handy: So wird skrupellos abgecasht!

Verträge, die nie geschlossen wurden, seltsam überhöhte Rechnungen, Abbuchungen für nie bestellte SMS-Dienste: Österreichs Mobiltelefonierer werden immer öfter von gemeinen Unternehmern über den Tisch gezogen. Immer mehr Konsumenten geraten in die Fallen, suchend nach eine Möglichkeit billiger zu telefonieren.

Mit einer noch nie da gewesenen Beschwerdeflut haben heimische Konsumentenschützer derzeit zu kämpfen. Anlass: die von der Firma MyPhone beauftragten Keiler, die – wie auch manch andere Firmen – vor wenig zurückschrecken. Hier die fiesen Tricks der Abkassierer und wie man sich wehren kann.

• Telefonwerbung: Anrufer geben sich etwa für die Telekom aus, unterbreiten konkurrenzlos günstige Angebote. Bereits wenig später trudeln Rechnungen über vermeintlich bestellte Leistungen ein. Rat: Werbe-Telefonate immer sofort abbrechen, Angebote nur schriftlich entgegennehmen, nicht auf das gesetzliche Rücktrittsrecht von 14 Tagen vergessen!

• Einschüchterung: Wird die Zahlung verweigert, drohen unseriöse Anbieter sofort mit rechtlichen Schritten. Rat: umgehend etwa Arbeiterkammer oder VKI kontaktieren.

• Info-Falle: Wichtige Details werden im Kleinstgedruckten versteckt, sind mit freiem Auge kaum mehr zu lesen.

• Erotik-SMS: Anfänglich werden diese als Kontaktaufnahmen von vermeintlich alten Bekannten getarnt. Wer zwei Mal reagiert, geht einen Vertrag ein. Rat: nicht zurück schreiben, wird ungerechtfertigt kassiert, Beschwerde beim Telekom-Regulator (www.rtr.at) einlegen.

Von Expertenseite ganz allgemein kritisiert werden unklare Abrechnungszeiträume (Freiminuten!), extrem lange Bindefristen, die hohen Kosten bei einem Wechsel und der unübersichtliche Tarif-Dschungel.

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