Gesundheit & Forschung

Verschiedene Therapieansätze bei Zahnarztangst

Zahnarztangst ist entgegen der landläufigen Meinung keine „Spinnerei“, sondern eine anerkannte Erkrankung. Schätzungsweise zwei Drittel der Deutschen leiden unter der milderen Form der Erkrankung, der „Zahnbehandlungsangst“. Bei 5-20% der Deutschen ist die Angst jedoch so stark ausgeprägt, dass man von einer Zahnarztphobie sprechen muss. Diese zählt zu den so genannten „einfachen Phobien“ und ist offiziell von der WHO und auch von der Bundesvereinigung der Gesetzlichen Krankenkassen als psychische Erkrankung anerkannt. Die Symptome sind so vielfältig wie die Ursachen einer Zahnarztphobie. Beobachtet werden Schwindel, Schweißausbrüche, starkes Zittern und Herzrasen. Teilweise kommt es sogar zum Kreislaufkollaps. Wenn die Angst derart groß ist, vermeiden die Betroffenen den Zahnarztbesuch oft vollständig. Dabei wissen viele Zahnarztangstpatienten wissen nicht, dass ihnen geholfen werden kann. Es stehen verschiedene Therapieansätze je nach Form und Ausprägung der Phobie zur Verfügung.  Am Anfang steht immer eine detaillierte Anamnese- und Befunderhebung. Für diese stehen standardisierte Fragebögen zur Verfügung, mit denen die Angst sicher diagnostiziert werden kann. Darauf aufbauend kann der Patient nach einem wissenschaftlich geprüften Therapieplan behandelt werden. Beruhigungsmittel, eine wirksame Anästhesie aber auch Hypnose oder ein Anti-Angst-Training können Zahnarztangstpatienten helfen. Die verschiedenen Maßnahmen sollten jedoch immer von einer Psychotherapie begleitet werden. Denn nur durch eine gezielte Therapie können die tiefer liegenden Ursachen der Angst aufgespürt und die Zahnarztphobie auskuriert werden. Dringende Behandlungen können jedoch auch schon vor Abschluss einer psychologischen Therapie vorgenommen werden, in dem die Patienten unter Vollnarkose gesetzt werden. Diese Erfahrung einer schmerzfreien Zahnbehandlung kann bei vielen Patienten bereits zu einer positiveren Einstellung dem Zahnarzt und seinem Vorgehen gegenüberführen. Die Kosten für die Behandlung der Zahnarztangst werden meist von der Krankenkasse übernommen, da die Zahnarztphobie eine anerkannte Krankheit darstellt.

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