Grabsteine und Totensonntag
Der Totensonntag wird in jedem Jahr am letzten Sonntag vor dem 1.Advent gefeiert. Er gilt als Abschluss des kirchlichen Jahres. Eine andere Bezeichnung für diesen Tag lautet auch Ewigkeitssonntag. Mit den anderen Feiertagen zum Ende eines Jahres hin, wie zum Bespiel auch Allerheiligen am 01. November, ist dieser Tag dafür vorgesehen der eigenen Toten zu gedenken.
Üblich ist es in dieser Zeit auch, die Gräber der Verstorbenen zu schmücken und herzurichten. Viele Angehörigen besuchen die letzten Ruhestätten ihrer Verstorbenen Mitmenschen, so ist eine erhöhte Betriebsamkeit auf den verschiedenen Friedhöfen in der Stadt oder auf dem Land zu verzeichnen. Häufig ist gerade diese Zeit die letzte, in der regelmäßige Friedhof Besuche durchgeführt werden. Wenn es im Winter erstmal kalt und dunkel geworden ist, mag keiner mehr so recht den Weg auf sich nehmen, gerade ältere Menschen schrecken diese harten Witterungsbedingungen dann davon ab. Erst zum Frühling hin finden dann wieder regelmäßigere Besuche statt. Daher ist es gerade zu dieser Zeit nötig zum Ende des Jahres die Gräber noch einmal zu pflegen und in eine ansprechende Form zu bringen. Von den Friedhofsgärtnern werden die allgemeinen Friedhofsanlagen wie Wege und Zufahrtsstraßen hergerichtet. Die Angehörigen selbst müssen jedoch meist in eigener Verantwortung für die Gräber ihrer Toten sorgen. So müssen zum Beispiel neue Grabsteine beschafft werden, da an älteren Steinen der Zahn der Zeit viele Spuren hinterlassen hat. Mitunter kann es deshalb bis zu vier Monaten dauern, bis ein neuer Grabstein aufgestellt werden kann, da die Nachfrage in dieser Zeit naturgemäß sehr hoch ist. Die Angehörigen müssen sich deshalb sehr frühzeitig um diese Aufgabe kümmern.
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