Design & Lifestyle

Friseurtourismus

Der erste Eindruck zählt. Egal, ob im Berufsleben oder im privaten Bereich: die Wirkung, die man beim ersten Sehen auf andere hat, kann über Erfolg oder Niederlage, über Sympathie oder Abneigung entscheiden. Zum ersten Eindruck gehört logischerweise neben der Ausstrahlung das Erscheinungsbild. Besonders die Frisur spielt dabei eine große Rolle. Dafür geben viele Menschen jede Menge Geld aus. Waschen, Färben, Schneiden hat schließlich seinen Preis.
Gerade, weil Friseurbesuche recht teuer sind, hat sich in den grenznahen Gebieten zu Polen und Tschechien in den vergangenen Jahren ein regelrechter Friseurtourismus entwickelt. Viele Menschen fahren regelmäßig mehrere hundert Kilometer, um zu tanken, Zigaretten zu kaufen, essen zu gehen und sich die Haare schneiden zu lassen – und das für deutlich weniger Geld als in Deutschland. Längst haben tschechische und polnische Friseurinnen ihre Chance erkannt, Salons in Grenznähe schießen geradezu aus dem Boden.
Für Menschen, die weiter von der tschechischen und polnischen Grenze entfernt wohnen, ist dieser Trend wohl kaum nachvollziehbar. Niemand, der zum Beispiel 40 Kilometer von Hamburg entfernt wohnt, würde wohl auf die Idee kommen, für einen Schnitt beim Friseur Hamburg zu besuchen. Stattdessen gehen diese Menschen lieber in einen Salon, der sich in ihrer Nähe befindet und den sie kennen. Schließlich würde, wer zum Besuch beim Friseur Hamburg bereist, ein großes Risiko eingehen. Denn den Friseur kennt er dann im Normalfall nicht und muss sich auf die Werbung auf der Homepage oder auf Hörensagen verlassen. In der gleichen Situation sind auch die Menschen, die nach Tschechien oder Polen zum Friseur fahren. Sie wissen vorher nicht, was sie erwartet und können nur hoffen, dass sie bei ihren Haaren nicht an der falschen Stelle gespart haben.

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