Computer & Internet

Was heißt DSL ausgeschrieben?

“DSL” hat sich umgangssprachlich inzwischen in seiner Bedeutung als “schnelles Internet über Festnetz” etabliert. Doch was heißt es wirklich? Die Lösung ist trivial: Die Übersetzung für “Digital Subscriber Line” liegt in der deutschen Wendung “Digitale Leitung für Abonnenten”. Technisch sind hier Übertragungsraten bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich; über die einfache Kupferleitung können Internetinhalte in hohen Schnelligkeiten empfangen und gesendet werden.

Hat ein Teilnehmer bereits eine Telefonleitung über das Festnetz, so kann er ohne Weiteres DSL dazubuchen. Denn per ISDN oder über die analoge Telefonie nutzte man nicht sämtliche Frequenzen, die technisch auch tatsächlich möglich waren. Per DSL kann man dies.

Verschiedene Datenraten sind möglich
Es ergeben sich noch weitere Abkürzungen, die mit DSL zu tun haben: “ADSL” (“Asymmetric Digital Subscriber Line”) bezeichnet eine Datenübertragungstechnologie, die lediglich 8 Megabit pro Sekunde übertragen kann. “ADSL2+” kann bereits 25 Megabit pro Sekunde erreichen, “HDSL” (“High Data Rate Digital Subscriber Line”) jedoch nur maximal etwa 2 Megabit pro Sekunde. 4 Megabit pro Sekunde nun sind mit der “Symmetrical Digital Subscriber Line” möglich – unter der Bezeichnung “VDSL” (oder auch “VDSL 2”), die mit den Worten “Very High Data Rate Digital Rate” aufgeschlüsselt werden kann, werden auf dem Markt Datenraten für den Endverbraucher bis zu 50 Megabit pro Sekunde angeboten.

“DSL” als Synonym
“DSL” bezieht sich generell nur auf Internettechnologie, die auf dem Festnetz basiert. Doch die umgangssprachliche Bedeutung lautet, wie erwähnt, in der Assoziation des “schnellen Internet”. So werben nun auch Firmen außerhalb des Festnetzes, nämlich Mobilfunk oder auch Kabelunternehmen damit, dass sie “DSL” anbieten. Tatsächlich nutzen diese Anbieter nicht die Kupferleitungen, sondern verweisen lediglich darauf, dass sie mindestens in ihren Dienstleistungen dieselben Datenraten erreichen, wie dies über Kupferkabel der Fall wäre – zumeist werden diese Schnelligkeiten jedoch hier übertroffen. Es ist somit Aufgabe des Kunden bzw. des Nutzers, bei der Beschreibung oder dem Hinweis auf “DSL” sich darüber zu erkundigen, welches Produkt seitens der Anbieter im Einzelfall angesprochen wird, wenn sie diese Abkürzung nutzen.

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