Computer & Internet

Public Displays – Technologische und konzeptionelle Aspekte

Im Bereich der großformatigen Display-Lösungen stehen verschiedene Technologien mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen zur Auswahl. Bei der Entscheidung, welcher Ansatz sich für ein gegebenes Projekt eignet, sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen.

Grundsätzlich gilt: Bis 50 Zoll sollten LCD-Panels, ab dieser Größe Plasma Display Panels (PDP) die erste Wahl sein. Für die Darstellung bewegter Bilder sind Plasma-Bildschirme vorzuziehen, für statischen Content LCDs. Projektoren und Rückprojektion fristen wegen Darstellungsproblemen bei ungünstigen Lichtverhältnissen heutzutage nur mehr noch ein Nischendasein.

LCD oder Plasma?

Plasma Display Panels (PDP)

Die Vorteile von Plasma Display Panels sind die hohen Helligkeits- und Kontrastwerte sowie die farbechte Wiedergabe von Video- und Bilddaten. Als Nachteile haben sich der hohe Energiebedarf, die große Wärmeentwicklung sowie Einbrenneffekte bei statischen Inhalten erwiesen.

Liquid Crystal Displays (LCD)

LCD’s punkten durch geringe Wärementwicklung, niedrigen Energieverbrauch, eine hohe Auflösung, das flimmerfreie Bild, die geringe Strahlung, die lange Lebensdauer, die geringen Betriebskosten sowie das geringe Gewicht. Negativ schlagen bei der Wahl eines Liquid Crystal Displays die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten, der kleinere Farbraum sowie Nachteile bei der Darstellung bewegter Inhalte (Nachzieh-Effekte) zu Buche.

SED – die auf Eis gelegte Zukunft der Flachbildschirme?

Toshiba und Canon gründeten 2004 ein Joint Venture, um mit Surface-Conduction-Electron-Emitter-Displays (SED) die Vorteile von Kathodenstrahlröhren (CRT) und Flachbildschirmen miteinander zu kombinieren. Die Technologie ermöglicht sehr große Displaygrößen bei einer Reaktionszeit von unter einer Millisekunde und kommt ohne separate Hintergrundbeleuchtung aus. Wegen Patentschwierigkeiten hat Canon im Mai 2007 den Produktionsbeginn auf unbestimmte Zeit verschoben. Toshiba hatte bereits Anfang 2007 die Produktion von SED-Geräten auf Eis gelegt.

Der richtige Partner

Aspekte der perfekten Lösung

Mit der Entscheidung für LCD oder PDP allein ist es allerdings nicht getan! Bei der Implementierung einer Public-Display-Lösung sind eine ganze Reihe weiterer Aspekte zu beachten. So ist gleich am Anfang zu klären, welche Ziele Sie mit einem solchen System verfolgen. Geht es darum, eine Produktshow multimedial zu inszenieren, wollen Sie Ihren Kunden die Wartezeit vertreiben oder sollen aktuelle Aktionen und Angebote digital kommuniziert werden?

Ebenso wichtig ist die Definition der Workflows und technischen Anforderungen: Welche Inhalte werden publiziert und wer pflegt diese? Zu welchen Zeiten wird welcher Content wo gesendet? Und: Welche technische Infrastruktur wird benötigt, und wer kommt als Lieferant in Frage?

All diese Fragen lassen sich zu einer einzigen verdichten: Welchen Partner brauche ich zur Umsetzung des Projekts? Das ist nicht einfach zu beantworten, denn ein geeignetes Unternehmen muss auf sehr unterschiedlichen Gebieten Expertise nachweisen können.

Welcher Partner ist der richtige?

Welche Anforderungen sind an den Projektpartner zu stellen?

Technisches Wissen …

Dieses anspruchsvolle Profil ergibt sich aus der besonderen Kombination von Technik und Design und dem weiten Fächer von Anwendungsmöglichkeiten beim Einsatz der großformatigen Mediendisplays. So muss das projektbegleitende Unternehmen exzellentes IT-Know-how besitzen, um bei der Einbindung von existierenden Datenpools beratend zur Seite zu stehen: Wie lassen sich beispielsweise dynamische Inhalte wie RSS-Feeds auf den Displays darstellen oder Informationen aus dem firmeneigenen CRM- /ERP-System integrieren?

… und kreativer Input

Andererseits gilt es, ein Konzept zu entwickeln, welches die multimedialen Botschaften kreativ und CI-konform in unterschiedlichen Formaten wie Powerpoint, Flash und Video umsetzt.

Last, but not least muss Sie das Partnerunternehmen bei der Auswahl eines Display-Designs unterstützen, welches einen passenden Rahmen für den Content bildet und mit der (Innen-)architektur harmonisiert. Bei der Vielfalt traditioneller und individualisierter Oberflächen-Beschichtungen kein leichtes Unterfangen. Die Palette an Materialien umfasst:

  • Chrom
  • Aluminium
  • Edelstahl
  • Echthölzer
  • Silber
  • Gold
  • Edelsteinfraktale
  • Glas
  • Messing
  • Kupfer

Eine stylische, funktionale und zielgruppengerechte Lösung ist kein Hexenwerk. Das echte Potenzial von Digital Signage zu aktivieren bedeutet allerdings die präzise Abstimmung vieler Parameter: Hier ist der Profi gefragt!

Be Sociable, Share!

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.

Zufällige Artikel Die 5 neusten Artikel