Computer & Internet

Ich bin drin – im Internet

Wer seinen Vor- und Nachnamen in die Suchfunktion eines Browsers eingibt, ist mitunter überrascht, wie oft er auf Webseiten auftaucht, mit denen er nicht gerechnet hatte.

Es genügt schon, sich mit seinem tatsächlichen Namen an einem User-Forum beteiligt oder einen Beitrag in ein Weblog gestellt zu haben. Auch eine Buchrezension mit Eingabe der E-Mail-Adresse, die aus dem eigenen Namen besteht, genauso wie das Verzeichnis der Teilnehmer am Betriebssportfest des ehemaligen Arbeitgebers hinterlassen auch ohne eigene Homepage für lange Zeit Spuren im Netz. Hat man den ehemaligen Arbeitgeber im Zorn verlassen oder ein Buch
rezensiert, von dem man in der Öffentlichkeit lieber nicht zugeben würde, es gelesen zu haben, steht man vor einem Problem. Eine Möglichkeit, ein öffentlichkeitstaugliches Image an den Mann zu bringen, besteht darin, eine eigene Homepage zu entwerfen und ins Internet zu stellen. Doch auch die Inhalte der eigenen Website müssen klug bedacht werden. Soll der Schwerpunkt auf der beruflichen Karriere beruhen, um bei der nächsten Bewerbung einen Internet-Link präsentieren oder als Freiberufler um Aufträge buhlen zu können? Oder sollen lieber die Urlaubs- und Partyfotos ins Netz gestellt werden, um die Kontaktsuche zu fördern? Die strategische Ausrichtung der eigenen Web-Präsenz ist ein Dilemma, denn der eigene Name kann von jedem anderen Web-Teilnehmer über die Suchfunktion gefunden werden. Dann hat der Personalchef schnell die verruchten Fotos aus der Techno-Location auf dem Bildschirm und die
Ex-Freundin die Kuschelbilder von ihrer Vorgängerin. Der Versuch, eine anonyme Site ins Netz zu stellen, muss scheitern: Spätestens über das Impressum lassen sich die realen Kontaktdaten ermitteln.

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