Bildung & Schule

Das Buch für heranwachsende Mädchen

Als Backfisch bezeichnete man früher ein Mädchen in Teenager-Alter. Der Begriff entstammt
von dem gleichnamigen Wort aus dem Bereich des Fischfangs bzw. Angels und steht als Bezeichnung für junge Fische. Die Bezeichnung Backfisch war noch bis in die 1950er Jahre üblich. Gemeint sind damit Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren. Den Backfischen standen damals die Halbstarken gegenüber, gemeint waren heranwachsende Jungen, die mit ihrem Verhalten bzw. auch ihrem Outfit die Erwachsenenwelt, die damals noch sehr konservativ war, provozierten. Entsprechend für die Bezeichnung von weiblichen Teenagern gab es auch Backfischromane. So werden Mädchenbücher genannt. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Buch-Generation ist “Der Trotzkopf” von Emmy von Rhoden bzw. den Fortsetzungen von Else Wildhagen und Suze La Chapelle-Roobol. In diesem Roman geht es auch um ein junges heranwachsendes Mädchen bis zur Frau. Das Buch von Emmy von Rhoden wurde auch verfilmt. In der weiblichen Hauptrolle zu Anja Schüte.

Backfischromane werden auch heute noch geschrieben. Auch die heutigen verfügen über die übliche Charakteristika von dieser Art von Romanen: Geschildert wird ein generell stereotypes, traditionelles Gesellschafts- bzw. Frauenbild. Geschildert wird das Einfügen einer Heranwachsenden in die festen Normen der Umwelt. Diese Bücher enden meist mit der Ehe bzw. dass die Heldin Hausfrau wird und ihre unter Umständen vorher vorhandenen beruflichen Ambitionen aufgeben.

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