Bau & Renovierung

Zwangsversteigerungen von Grundstücken

Wohnung, Haus oder Gewerbeimmobilie: Zwangsversteigerungen aller Formen von Immobilien nehmen seit Jahren immer mehr zu. So gerieten beispielsweise mehr als 1500 Immobilien in Hamburg im vergangenen Jahr unter den Hammer. Doch auch Grundstücke wechseln mittlerweile oft im Rahmen von Zwangsversteigerungen den Besitzer.

Um Chancen und Risiken als Bietinteressent richtig einschätzen zu können, muss man sich vorher natürlich ausführlich mit dem Thema beschäftigen. Schließlich gilt auch bei der Versteigerung: Wer am besten vorbereitet ist, macht am wenigsten Fehler. Oder speziell auf die Zwangsversteigerung bezogen: Als Meistbietender möchte man den Zuschlag für das gewünschte Objekt erhalten, dabei aber einen möglichst geringen Preis bezahlen.

Allgemein unterscheidet man zwei verschiedene Arten der Zwangsversteigerung.
Einerseits gibt es die so genannte Forderungsversteigerung oder echte Zwangsversteigerung. Diese Form bedarf eines Antrags des jeweiligen Gläubigers, den er in der Regel aus einer finanziellen Notlage heraus stellt. Ausschließlich das Amtsgericht, in dessen Bezirk das betroffene Grundstück liegt, ist dabei als Vollstreckungsgericht zuständig für die endgültige Anordnung der Versteigerung.

Andererseits gibt es die so genannte Teilungsversteigerung, auch unechte Zwangsversteigerung genannt. Das Ziel dieser Form der Auktion ist es, eine Eigentümergemeinschaft aufzuheben, wie sie vor allem bei Grundstücken nicht eben selten vorhanden ist. Ausgelöst wird ein solches Verfahren in aller Regel durch einen Streit der Eigentümer untereinander.

Meistens werden solche Teilungsversteigerungen nötig, wenn sich geschiedene oder getrennt lebende Ehepaare oder zerstrittene Erbengemeinschaften nicht ohne Hilfe von außen einigen können. Zwar wären klare Regelungen für solche Fälle im Vorfeld in aller Regel möglich, beispielsweise durch Eheverträge oder, im Fall von Nachlassstreitigkeiten, durch eindeutige Testamente. Allerdings wird von diesen Möglichkeiten derzeit noch längst nicht im ausreichenden Maße Gebrauch gemacht, so dass deutsche Gerichte damit viel Arbeit haben.

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