Auto & Motorrad

Verschrottungsprämien und Steuerverzicht

Die Automobilindustrie ist von der Wirtschaftskrise stärker betroffen als die meisten anderen Wirtschaftszweige in unserem Land. Maßgeblich vom Export abhängig und von der längerfristigen wirtschaftlichen Erwartungshaltung vieler Menschen beeinflusst, stehen die Fließbänder der Automobil-Konzerne still und so manch ein fehlender Auftrag wird zunächst über Kurzarbeit und den Abbau von Überstunden zu kompensieren versucht. Die deutsche Bundesregierung hat nun unterschiedliche Ideen in die öffentliche Debatte gebracht, der schwächelnden Automobilindustrie zu helfen. So war es ein Gedanke, Neuwagenkäufern mindestens für ein Jahr die Kfz-Steuer zu erlassen. Umweltfreundliche Fahrzeuge sollten gar einen Steuerverzicht von zwei Jahren initiieren. Von anderer Seite kam die Idee, dem Fahrer alter Pkws eine Prämie für das Verschrotten des alten Fahrzeuges zu zahlen. Beide Konzepte müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie gegenwärtigen Bestrebungen, unsere Umwelt den kommenden Generationen zu erhalten, nur bedingt Rechnung tragen. So ist es weder förderlich ein gut erhaltenes Fahrzeug ständig durch ein neues zu ersetzen, noch ist es ratsam, Pkws mit hohem Benzinverbrauch durch Steuerentlastungen zu fördern. Auch die Industrie hat ihre Zweifel an den geplanten Maßnahmen angemeldet, bringen sie dem Autofahrer doch lediglich eine Ersparnis von wenigen hundert Euro, die zum Beispiel auch schon über einen Kfz Versicherung Vergleich erzielt werden kann. Und womöglich erfährt ein Autofahrer, der seine Autoversicherung wechselt auf längere Zeit gerechnet sogar den nachhaltigeren Vorteil.

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