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Alte Auto-Marken

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Lagonda

Lagonda ist trotz des melodisch-südländischen Namens eine rein britische Marke. Der Markengründer, Wilbur Gunn, war allerdings im Staate Ohio zur Welt gekommen; dort gibt es einen Fluss namens Lagonda. Neben schweren Tourenwagen wurden von der Lagonda Motor Company ab Mitte der zwanziger Jahre auch Sportmodelle gebaut, und 1935 kam die Marke beim berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Sieg. 1939 holte sich Lagonda mit den von W. O. Bentley konstruierten Wagen mit VI2-Motor bei dieser klassischen Prüfung einen dritten und vierten Platz.

Auch für den ersten Nachkriegs-Lagonda, ein 21/2-Liter-Modell mit sechs Zylindern und zwei obenliegenden Nokkenwellen, zeichnete der einstige Markengründer W. 0. Bentley verantwortlich. Das Anfang 1946 angekündigte sportliche Klassefahrzeug sollte zu einem wesentlich tiefe¬ren Preis als die Vorkriegs-V12 angeboten werden. Doch die Lagonda Ltd. geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1947 von dem Industriellen David Brown aufgekauft, der auch Aston Martin übernommen hatte. Die beiden Marken wurden später zur Aston Martin Lagonda Limited in Newport Pagnell (Bucks.) vereinigt.

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Den ab 1947 gebauten, aber erst per 1949 in Serie gegangenen Lagonda 2Vi Litre gab es als Fünfsitzerlimousine und De-Ville-Cabriolet. Er war vor allem in technischer Hinsicht eine ungewöhnliche Konstruktion, bei der Bentleys großes Talent deutlich den Ausschlag gab. Das Chassis war zweiteilig ausgeführt, es setzte sich aus einem langgezogenen X-förmigen Hauptträger und einer darüber befestigten Plattform zusammen. Diese bildete einen Hilfsrahmen für die Aufnahme der Karosserie. Als erstes britisches Auto besaß der neue Lagonda sowohl vorn wie hinten Einzelradaufhängung. Dabei waren die Hinterradbremsen dicht an das fest am Rahmen montierte Differential gerückt. Während die Vorderräder an Dreiecklenkern und vertikalen Schraubenfedern aufgehängt waren, hatten die Hinterräder langgezogene Dreiecklenker mit Torsionsstäben im Rahmen und genuteten schwingenden Halbachsen. Der 21/2-Liter-DOHC-Motor mit 105 PS Leistung war mit einem halbautomatischen Cotal-Getriebe verbunden. Diese aus der Vorkriegszeit bekannte französische Getriebekonstruktion mit Planetenringen und einer Newton-Zentrifugalkupplung war für englische Wagen ebenfalls ein Novum. In der Lagonda-Serienausführung wurde dann in erster Linie ein normales Brown-4-Gang-Getriebe angeboten, während das Cotal-Getriebe bis 1951 auf Wunsch erhältlich war. Der Lagonda-Motor wurde übrigens auch für die Aston Martin übernommen.

Zum Genfer Salon 1952 schuf der Schweizer Karossier Hermann Graber auf dem Lagonda-Chassis eines seiner wohlproportionierten Cabriolets. Im Oktober 1953 folgte auf den inzwischen mit unbedeutenden Änderungen gebauten 2 1/2 Litre Mark II das Modell 3 Litre. Es zeigte eine moderne Coupekarosserie, die serienmäßig bei der David-Brown-Tochter-firma Tickford hergestellt wurde, und besaß den 3-Liter-Motor aus dem Rennsportmodell Aston Martin DB 3 S, jedoch mit einer auf 142 PS gesenkten Leistung (wie Aston Martin DB 2-4). Die Gesamtlänge des Wagens war nun um 20 auf 498 cm angewachsen. Der Lagonda blieb jedoch das sportliche Klassefahrzeug, das nur in beschränkter Stückzahl für Kenner und Liebhaber gebaut wurde. In der Schweiz kosteten die 3-Liter-Lagonda 1955 über 40 000 Franken.

Es gab den Lagonda 3 Litre bald auch als Cabriolet und sogar als viertürige Limousine. Ab 1957 war nur noch letztere Ausführung erhältlich; sie war einzig noch für den englischen Markt bestimmt. 1958 wurde die Lagonda-Produktion gänzlich eingestellt; die David-Brown-Gruppe konzentrierte sich auf den Aston Martin. Doch schon 1955 hatte sich David Brown eine hochmoderne Speziallimousine in Pontonform bauen lassen. Sie stellte gleichsam einen Vorboten des Lagonda Rapide dar, der Ende 1961 die Wiedergeburt der Marke einleiten sollte.

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