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Hörschäden nehmen zu

Die Gesundheitsminister wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie immer mehr Jugendliche Hörschäden erleiden. Die vorgeschriebene Lärmgrenze soll demnach 100 Dezibel nicht mehr übersteigen. Bisher ist diese Verordnung noch nicht offiziell. Den Discjockeys ist es bisher noch freigestellt, ob sie sich daran halten. Trotzdem wird regelmäßig in den Diskotheken, die Lautstärke überprüft. Maximal 100 Dezibel ist immer noch sehr laut. Auf jeden Fall reicht es aus, um weiterhin das Parkett mit Tanzeinlagen zum Glühen zu bringen. Zu der neuen gesetzlichen Regelung muss es aber nicht kommen, wenn die Discjockeys die Lärmgrenze freiwillig einhalten.
Wer aber verantwortungsbewusst mit seiner Gesundheit umgeht, der weiß, dass die Dezibel nicht allein das Gehör schädigen. Die Dauer spielt auch eine Entscheidende Rolle. In vielen Diskotheken gibt es Ort, an denen die Musik deutlich leiser ist. Man nennt dieses Räume oder Orte auch „Chillout-Areas“. Dort gibt es Sitzplätze und meistens sogar frische Luft. Getränke und kleinere Speisen werden hier auch angeboten. Hier gönnt man seinen Ohren eine kleine Auszeit. Wenn es diese Chillout-Areas nicht gibt, kann man alternativ zum „chillen“ die Disko kurzzeitig verlassen.
Mit dieser Taktik kann man mehrere Stunden in einer Disko verweilen, ohne die Ohren übermäßig zu belasten. Vor über 20 Jahren dauerte ein Diskobesuch nur knapp zwei Stunden. Heute tanzen die Jugendlichen über fünf Stunden auf dem Parkett. Die harten Bässe von Techno und HipHop gab es früher zum Beispiel auch nicht. Diese Beats wirken viel heftiger auf das empfindliche Trommelfell ein. An der Lautstärke hat sich jedenfalls über die Jahre nichts verändert.

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