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Das Rauschen im „Goldwald“

Seit Menschengedenken übt Gold in allen seinen Variationen eine große Faszination auf den Menschen aus. Als eines der frühesten Metalle die abgebaut und bearbeitet wurden, ist es gleichzeitig auch das wertbeständigste Metall. Es diente gerade in Krisenzeiten als Fels in der Brandung. Die Mythen des Goldes, der zu Metall verwandelten Sonne, sind ungezählt, es haftet ihm stets das Geheimnis der Unzerstörbarkeit und ewigen Festigkeit an. Kein Metall wird so sinnlich bei Berührung erlebt, wie das Gold. Für den Besitz von Gold wurde gelogen und betrogen, trennten sich viele Paare und einten sich nicht wenige Feinde. Ganze Nationen wurden wegen des Goldes in Staatskrisen oder sogar in den Kriegszustand versetzt. Um den Besitz von Goldminen oder Schürfrechten wurde alle legalen und illegalen Mittel eingesetzt. Gold bewegt die Gemüter, ein scheinbarer Goldrausch setzt ein, wenn sich nur dessen möglicher Besitz am Horizont ankündigt.

Kein Wunder, dass diese Geschichte und diese Mythologie des Goldes bis heute ihre Fortsetzung findet. Ein echter Glückpilz wer in den Besitz von Gold kommt, ein Narr, wer sich dessen Erhabenheit und Glanz verschließt. Doch mit der weltweiten Krise der letzten Jahre stieg auch die Nachfrage nach Gold. Damit begann die raketenartige Preisentwicklung des Goldes. Ein Ende ist nicht absehbar. Der weltweite Goldankauf  ist derzeit kaum noch zu befriedigen. Die Anzeigen der heutigen Goldsucher vermehren sich. Die Bereitschaft immer mehr für einen Gramm dieses kostbaren Gutes zu zahlen war nie größer. Besitzer von Altgold können in Tagen wie diesen kleine Vermögen damit machen, indem sie nur den Altbestand an Schmuck, Bruchgold, Zahngold, Uhren und weiteren Goldgegenständen dem Goldhändler ihres Vertrauens zum Schätzen und zum Verkauf bringen. Wer größere Bestände sein Eigen nennt, kann nicht selten noch bessere Preise aushandeln.

Der Preis bleibt auch weiterhin nicht stehen, er klettert auch weiterhin und überschlägt sich geradezu im Anstieg. Der Grund dafür ist auch weiterhin in der ökonomischen Situation zu suchen: die nationalen Zentralbanken reagierten in allen führenden Wirtschaftsnationen außergewöhnlich auf diese deutliche Finanzkrise. Die us-amerikanischen Zinsen und die Zinsen anderer Wirtschaftsnationen wurden sehr deutlich gesenkt. Das Inflationsrisiko stieg damit rapide. Um etwa 10% stieg die Geldmenge der bedeutendsten Wirtschaftsnationen in den letzten Jahren. Die Goldmenge dagegen stieg nur um etwa 1,5 %. Alle Voraussetzungen für das Ansteigen des Goldpreises sind damit erfüllt: wenn die Preise für Verbraucher steigen und die gesamte Wirtschaft fast zum Stillstand kommt, wird das Gold zu beständigsten und langfristig sichersten Burg. Nicht wenige sprechen daher seit Monaten schon von der neuen Weltwährung – dem Gold. Doch der Goldpreis wird derzeit nicht aufhören zu steigen, er wird vermutlich auch in den nächsten Tagen und Monaten zu weiteren Höhen getrieben. Es ist daher sinnvoll die alten Goldbestände zu überprüfen und jetzt zu Geld zu machen. (mf)

markus.freimann@web.de

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